Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2026. Anbieter: Patrick Minich, Martin-Luther-King-Weg 8, 4030 Linz, Österreich (nachfolgend „Anbieter").
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Bereitstellung und Nutzung der webbasierten Software „TenantGrid" (nachfolgend „Software" oder „Dienst") durch den Anbieter sowie für alle darüber abgeschlossenen Abonnements.
1.2. Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG. Mit Vertragsschluss bestätigt der Kunde, dass er den Dienst in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen; verbraucherschützende Bestimmungen (insbesondere KSchG und FAGG) finden keine Anwendung.
1.3. Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichenden oder ergänzenden Geschäftsbedingungen des Kunden wird ausdrücklich widersprochen; sie werden auch dann nicht Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihnen nicht gesondert widerspricht.
2. Leistungsgegenstand
2.1. TenantGrid ist eine als Software-as-a-Service bereitgestellte Plattform zur zentralen, überwiegend lesenden Verwaltung und sicherheitsbezogenen Auswertung mehrerer Microsoft-365-Tenants. Der konkrete Funktions- und Tenant-Umfang richtet sich nach dem gewählten Paket (Starter, Professional, Scale oder Enterprise).
2.2. Die durch den Dienst bereitgestellten Auswertungen, Bewertungen (etwa Security-Scores, Findings, Compliance- und Posture-Berichte) dienen ausschließlich der Information und Unterstützung. Sie stellen keine Rechts-, Steuer- oder Sicherheitsberatung dar und ersetzen keine eigenverantwortliche Prüfung durch den Kunden. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der über Microsoft-Schnittstellen bezogenen Daten wird nicht übernommen.
2.3. Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln, Funktionen zu ändern, zu ergänzen oder einzustellen, soweit der vertragliche Kernnutzen gewahrt bleibt.
3. Vertragsschluss, Testphase und Pakete
3.1. Die Darstellung der Pakete auf der Website stellt eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Bestellung bzw. der Aktivierung des Abonnements zustande.
3.2. Abonnements werden über den Zahlungsdienstleister Lemon Squeezy, LLC (USA) als „Merchant of Record" abgewickelt. Insoweit kann zusätzlich ein Vertragsverhältnis des Kunden mit Lemon Squeezy entstehen, auf dessen Bedingungen der Anbieter keinen Einfluss hat.
3.3. Wird ein kostenloser Testzeitraum angeboten, geht dieser nach Ablauf automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über, sofern er nicht zuvor gekündigt wird.
4. Preise und Zahlung
4.1. Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website ausgewiesenen Preise.
4.2. Der Anbieter ist Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG; es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und in Rechnung gestellt. Eine allfällige steuerliche Behandlung durch den Zahlungsdienstleister im jeweiligen Bestimmungsland bleibt davon unberührt.
4.3. Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach angemessener Mahnung zu sperren. Die gesetzlichen Verzugszinsen für unternehmerische Geschäfte (§ 456 UGB) bleiben vorbehalten.
5. Laufzeit und Kündigung
5.1. Die Pakete Starter, Professional und Scale werden, sofern nicht anders vereinbart, im monatlichen Abrechnungszeitraum bereitgestellt und können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Enterprise-Verträge werden individuell vereinbart.
5.2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Vertragsteile unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei erheblichem Verstoß gegen Pflichten nach Punkt 6 oder bei Zahlungsverzug trotz Mahnung vor.
5.3. Nach Vertragsende werden die kundenbezogenen Daten und die verschlüsselt gespeicherten Zugriffstokens gelöscht. Es obliegt dem Kunden, vor Vertragsende erforderliche Exporte selbst vorzunehmen.
6. Pflichten und Verantwortlichkeit des Kunden
6.1. Der Kunde ist allein dafür verantwortlich, dass er zur Verbindung der jeweiligen Microsoft-365-Tenants und zur Erteilung der erforderlichen Berechtigungen (Admin Consent) berechtigt ist und über alle hierfür notwendigen Rechte und Einwilligungen verfügt.
6.2. Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten, gegen unbefugten Zugriff zu sichern und für die rechtmäßige Nutzung des Dienstes durch seine Benutzer zu sorgen.
6.3. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder seine Benutzer entstehen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverfolgung.
7. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Hinsichtlich personenbezogener Daten in den verbundenen Microsoft-365-Tenants ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Die Einzelheiten regelt ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag, der auf Anfrage zur Verfügung gestellt wird. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
8. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch – mangels gesondert vereinbarten Service-Level-Agreements – keine bestimmte Verfügbarkeit. Einschränkungen durch Wartung, technische Störungen, Ausfälle von Drittanbietern (insbesondere Microsoft, Hosting- und Zahlungsdienstleister) oder Ereignisse höherer Gewalt begründen keine Ansprüche des Kunden.
9. Gewährleistung
9.1. Der Dienst wird in der jeweils verfügbaren Form bereitgestellt („as is"). Der Anbieter gewährleistet nicht, dass der Dienst ununterbrochen, fehlerfrei oder für einen bestimmten Zweck des Kunden geeignet ist.
9.2. Soweit gesetzlich im unternehmerischen Geschäftsverkehr zulässig, werden Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen. Die Bestimmungen über die Gewährleistung bei arglistig verschwiegenen Mängeln bleiben unberührt. § 924 ABGB (Vermutung der Mangelhaftigkeit) wird abbedungen.
10. Haftung
10.1. Der Anbieter haftet – aus welchem Rechtsgrund auch immer – nur für Schäden, die er vorsätzlich verursacht hat. Die Haftung für leichte und für grobe Fahrlässigkeit wird, soweit gesetzlich zulässig, zur Gänze ausgeschlossen.
10.2. Ausgeschlossen ist insbesondere die Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, Betriebsunterbrechung, Datenverlust, mittelbare Schäden, Folgeschäden sowie für Ansprüche Dritter. Der Kunde ist für regelmäßige, dem Risiko angemessene Datensicherungen selbst verantwortlich.
10.3. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf Handlungen, Unterlassungen, Ausfällen oder Datenfehlern Dritter beruhen (insbesondere Microsoft, Hosting-, Mail- und Zahlungsdienstleister), oder die aus der Nutzung der bereitgestellten Auswertungen als alleinige Entscheidungsgrundlage entstehen.
10.4. Soweit eine Haftung des Anbieters dem Grunde nach besteht, ist sie der Höhe nach mit dem vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis tatsächlich gezahlten Entgelt begrenzt.
10.5. Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nicht für die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz; eine darüber hinausgehende, gesetzlich nicht abdingbare Haftung bleibt unberührt.
11. Höhere Gewalt
Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Krieg, Streik, Stromausfälle, großflächige Ausfälle des Internets oder von Vorleistungsdienstleistern, behördliche Maßnahmen) entbinden den Anbieter für deren Dauer von der Leistungspflicht und begründen keine Ansprüche des Kunden.
12. Geheimhaltung
Beide Vertragsteile verpflichten sich, vertrauliche Informationen des jeweils anderen Teils nicht für vertragsfremde Zwecke zu verwenden und Dritten nicht zugänglich zu machen. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort.
13. Änderung dieser AGB
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Form (z. B. per E-Mail oder im Dienst) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen ab Mitteilung und nutzt er den Dienst weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
14. Schlussbestimmungen
14.1. Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts sowie unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
14.2. Als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag wird das sachlich zuständige Gericht in Linz vereinbart.
14.3. Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters. Vertragssprache ist Deutsch.
14.4. Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.